Probleme im Zyklus

Meine Regel ist ausgeblieben. Bin ich schwanger?

Wenn die Regel ausbleibt, löst das bei vielen Mädchen und Frauen die bange Frage aus, ob sie vielleicht schwanger sind. Das muss nicht sein, denn Unregelmäßigkeiten der Monatsregel kommen, vor allem bei jungen Mädchen und Frauen, ab und zu vor.

Der Zyklus ist nämlich nicht immer gleich lang: Stress z. B. oder ein Klimawechsel können ihn beeinflussen. Außerdem kommt das Ausbleiben der Regelblutung vor allem bei sehr niedrigdosierten Pillen häufiger vor. Das liegt an den in der Pille enthaltenen Hormonen: Die Gestagene hemmen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut mehr oder weniger stark. Dadurch werden deine monatlichen Blutungen meist schwächer bzw. kürzer. Und manchmal ist die Blutung sogar so schwach, dass du sie gar nicht richtig bemerkst oder sie auch ganz ausbleibt. Das spielt für deine Gesundheit keine Rolle, denn mit der Regelblutung wird ja nur das aus der Gebärmutter ausgeschwemmt, was sich vorher aufgebaut hat.

Vielleicht kommen dir aber Zweifel, selbst wenn du verhütet hast. Hast du die Pille vielleicht doch einmal vergessen? Ist ein Kondom kaputt gegangen? Wenn du wirklich befürchtest, schwanger zu sein, solltest du schnell handeln. Spätestens aber, wenn die Blutung zweimal hintereinander ausgeblieben ist. Verdrängen hilft hier nicht weiter. Vertrau’ dich jemandem an. Vielleicht gibt es einen Erwachsenen in deiner Umgebung (deine Mutter, die Mutter einer Freundin, eine Lehrerin…?), die dir nahe steht. Besorg’ dir einen Schwangerschaftstest aus der Apotheke oder geh’ zum Frauenarzt und verschaff’ dir Klarheit.

Je früher du weißt, woran du bist, desto mehr Zeit hast du, eine Entscheidung zu treffen.

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Ich habe vor kurzem mit der Pillen-Einnahme begonnen und bekomme öfter Zwischenblutungen. Muss ich mir Gedanken machen?

Nein, du brauchst dir keine Sorgen zu machen.

Zwischenblutungen zu Beginn der Einnahme können hin und wieder vorkommen. Sie sind meist ein Anpassungsproblem des Körpers an die Pillen-Hormone und in der Regel völlig harmlos. Die Anpassungsphase dauert in der Regel 3-6 Monate und in diesem Zeitraum verschwinden die Zwischenblutungen dann auch. Wichtig ist für dich, dass bei korrekter Pilleneinnahme auch bei Zwischenblutungen der gewünschte Empfängnisschutz erhalten bleibt.

In sehr seltenen Fällen kann es im ersten Anwendungszyklus auch zu einer Art Dauerblutung kommen, die stört zwar ein wenig, ist aber ebenfalls meist nur ein Anpassungsproblem. Derartige anhaltende Blutungen verschwinden oft schon im 2. Zyklus nach der 7-tägigen Einnahmepause.

Zwischenblutungen sind kein Grund, schon in der Anpassungsphase die Pille zu wechseln. Lass deinem Körper Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Wechselst du jetzt, kommst du von einer Anpassungsphase in die nächste und das könnte die Beschwerden möglicherweise sogar verstärken. Mit ein wenig Geduld hast du dann schon bald regelmäßige Blutungen.

Wenn sich dein Zyklus allerdings auch nach der Anpassungsphase nicht einpendelt, wende dich bitte an deinen Frauenarzt, der die Ursache feststellen und dir gegebenenfalls eine neue Pille verordnen kann.

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Ich verhüte seit 3 Monaten mit der Pille. Warum spannen meine Brüste seitdem so?

Über Brustspannen berichten sowohl Frauen, die mit der Pille verhüten, als auch solche, die keine Pille anwenden.

Im Allgemeinen geht man davon aus, dass es sich bei Brustspannen um funktionelle, überwiegend hormonell bedingte Beschwerden handelt, die durch eine verstärkte Wassereinlagerung verursacht werden. Die Volumenzunahme der Brüste kann dabei bis zu 100 ml betragen.

Brustspannen ist in erster Linie eine Nebenwirkung körpereigener oder in der Pille enthaltener Estrogene. Das natürliche Gelbkörperhormon (Progesteron) ist ein wirksamer Gegenspieler des Estrogens, das in der Lage ist, einer vermehrten Wassereinlagerung durch seine leicht entwässernde Eigenschaft entgegenzuwirken. Bei Mädchen und Frauen mit gestörter Progesteron-Bildung (z. B. kurz nach der Geschlechtsreife oder vor den Wechseljahren) kann es zum Überwiegen estrogener Effekte und damit zu vermehrter Wassereinlagerung kommen. Das gilt auch für Pillenanwenderinnen, da die Progesteronbildung hier ebenfalls unterdrückt wird. Da die meisten in der Pille enthaltenen Gestagene nicht entwässernd wirken, kann Brustspannen auch als Nebenwirkung der Pillen-Anwendung auftreten.

Heute gibt es allerdings Gestagene, wie z. B. Drospirenon, die sehr wohl in der Lage sind, Wassereinlagerungen entgegenzuwirken. Frag’ deinen Frauenart nach einer solchen Pille.

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