Vertrauen baut auf Verständnis
Der Arzt als Ansprechpartner
Schritt für Schritt wirst du erwachsen – und brauchst dabei jemanden, dem du vertrauen, der dich unterstützen kann. Dich beschäftigen neue Themen oder Fragen, die du mit früheren Vertrauten vielleicht nicht mehr besprechen möchtest. Dein Frauenarzt kann dir jetzt hilfreich zur Seite stehen.
Mit der Pubertät beginnst du dich zu verändern. Nicht nur körperlich, sondern auch in deinem Wesen. So, wie dein Körper allmählich zu dem einer Frau wird, verhältst du dich erwachsen, du willst für dich selbst entscheiden und neue Wege gehen. Bei aller Eigenständigkeit – manchmal brauchst du Rat und Hilfe, denn vieles ist neu und vielleicht auf den ersten Blick auch beunruhigend.
Du suchst einen Vertrauten, mit dem du reden, dem du deine Wünsche und Probleme erzählen kannst. Der dich als erwachsene Frau ernst nimmt und versteht, was dich beschäftigt. Halt findest du sicherlich in deiner Clique, bei deinen Freundinnen und/oder deinem Freund. Aber auch sie können dir nicht alle Fragen beantworten. Unterstützung findest du dann bei deinem Frauenarzt. Ob du dabei zu einer Frau oder einem Mann gehst, bleibt dir überlassen. Je nachdem, wo du dich wohler fühlst.
Dein Frauenarzt hat immer ein offenes Ohr für dich, egal, ob du dich untersuchen lassen willst oder gekommen bist, um für dich wichtige Fragen zu besprechen. Es gibt sogar spezielle Mädchen-Sprechstunden, in denen du ganz zwanglos zum Arzt gehen kannst, um einen Eindruck von ihm und der Praxis zu bekommen. In einem ersten Gespräch lernst du den Arzt kennen, eine Helferin führt dich durch die Räume und zeigt dir, wo die Untersuchung stattfindet.
Du fühlst dich nicht wohl bei dem Gedanken, zum Frauenarzt zu gehen? Das ist am Anfang ganz normal, aber du brauchst keine Scheu zu haben. Für Frauenärzte sind Sexualität und Erwachsenwerden ganz normale Themen, mit denen sie sich Tag für Tag beschäftigen. Du kannst alles ansprechen, was dich bewegt, es gibt nichts, wovor du dich schämen müsstest. Außerdem – alles, worüber ihr redet, bleibt zwischen euch, dafür sorgt das Arztgeheimnis. Auch von deinem Besuch braucht niemand etwas zu erfahren. Mit einer Ausnahme: Bist du unter 14 Jahre alt, muss der Arzt einen Elternteil informieren.
Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst. Nimm’ dir Zeit, deinen Frauenarzt kennen zu lernen und prüfe, ob du dich wirklich mit allem, was dich bewegt, an ihn wenden würdest. Wenn nicht, dann sieh’ dich ruhig nach einer anderen Praxis um. Und wenn du dich am Anfang noch ein wenig allein fühlst – du kannst auch deine Mutter, eine Freundin oder deinen Freund mitbringen.
Versteht ihr euch gut, intensiviert sich die Beziehung zwischen dir und deinem Arzt. Manche Frauen bleiben ihr Leben lang bei ein und demselben Arzt, weil sie sich hier gut aufgehoben fühlen und wenden sich mit allen Fragen an ihn. So wird der Arzt immer mehr zu einem Vertrauten, der dich in vielen Dingen unterstützen kann.

