Verhütung auf den Punkt – Mit hormonellen Methoden
Depot-Spritze (0,4)
In Abständen von zwei bis drei Monaten wird dir eine hohe Dosis Gestagen in den Oberarm gespritzt. Ähnlich wie die Minipille wirkt die Depot-Spritze auf den Schleim der Gebärmutter und verändert den Schleim am Gebärmutterhals. Die Einnistung einer Eizelle wird unterbunden, die Samenzellen am Vordringen in den Körper gehindert. Zusätzlich verhindert sie den Eisprung.
Vorteil
Du brauchst nicht daran zu denken, ein Verhütungsmittel zu nehmen. So bist du unabhängig und trotzdem gut geschützt. Auch Einnahmefehler können keine passieren. 3 Monate bist du geschützt, erst dann musst du dich um eine neue Spritze kümmern.
Nachteil
Häufige Nebenwirkungen sind Akne, Haarausfall, Gewichtszunahme, depressive Verstimmungen, Zyklusunregelmäßigkeiten und das Ausbleiben der Regel, auch wenn du schon längere Zeit keine Spritze bekommen hast.
Wichtig zu wissen!
Alle drei Monate muss du dir von deinem Arzt eine Spritze in den Oberarm geben lassen. Diesen Termin darfst du nicht vergessen. Willst du schwanger werden und setzt die Spritze ab, kann es sein, dass es sich verzögert, weil sich die Periode erst nicht einstellt. Deshalb sollten Frauen, die demnächst ein Baby wollen, die Spritze besser nicht anwenden. Auch ist die Hormonbelastung durch die Spritze höher als bei anderen Präparaten. Hinzu kommt ein erhöhtes Risiko, dass deine Knochen im Alter brüchig werden (Osteoporose). Aus diesem Grund solltest du die Depot-Spritze nicht über einen längeren Zeitraum anwenden.
Was für dich?
Wenn du keine Spritzen magst, dich schon vorm Blutabnehmen fürchtest, dann ist dies keine geeignete Methode für dich. Wenn du allerdings damit kein Problem hast, und Estrogene nicht anwenden kannst, ist die Spritze eine mögliche Alternative.

