Verhütung auf den Punkt – Mit hormonellen Methoden
Die Pille (0,05-0,9)
Die Pille ist ein Verhütungsmittel auf Hormonbasis, das die natürlichen Hormone Estrogen und Gestagen für sich nutzt. Deshalb auch Kombinationspräparat genannt. Der einzige Unterschied beim Estrogen ist, wie viel davon in der Pille enthalten ist. Die Gestagene unterscheiden sich nach ihren positiven Zusatzeffekten. Die Pille verhindert, dass ein Ei im Eierstock heranreift und damit auch den Eisprung. Dazu verändert sie die Gebärmutterschleimhaut, damit sich dort kein befruchtetes Ei festsetzen kann. Außerdem baut sie am Gebärmutterhals eine undurchdringliche Barriere für Samenzellen auf.
Vorteil
Die Pille ist sehr sicher, einfach im Alltag anzuwenden und sehr gut verträglich. Wer die Pille nimmt, profitiert außerdem von ihren positiven Zusatznutzen. Sie kann den Zyklus regulieren und Regelschmerzen lindern oder ganz beenden. Hautunreinheiten und Haarausfall können sich mit Einnahme der Pille bessern, regelbedingte Beschwerden (PMS-Symptome wie z. B. Brustspannen) werden reduziert.
Nachteil
Wie jedes andere Medikament kann auch die Pille Nebenwirkungen hervorrufen. Da moderne Pillen jedoch sehr niedrig dosiert sind, sind diese eher selten. Trotzdem solltest du von ihnen wissen: dazu gehören u. a. Brustspannen, Kopfschmerzen, Blutungsstörungen oder Stimmungsschwankungen. Diese treten jedoch meist nur in den ersten Anwendungsmonaten, der so genannten Anpassungsphase auf.
Wichtig zu wissen!
Damit die Pille sicher wirken kann, musst du sie jeden Tag einnehmen. Wenn du sie einmal vergisst, unter Erbrechen oder Durchfall leidest, kann die Wirkung beeinträchtigt werden. Hältst du dich an die Anweisungen, gibt dir die Pille einen 99% Verhütungsschutz.
Was für dich?
Egal, ob jung oder alt, die Pille ist für jede Frau eine optimale, sichere Verhütungsmethode. Einschränkungen gelten lediglich, wenn du viel rauchst oder stark übergewichtig bist, weil das in Zusammenhang mit der Pille eventuell zu Thrombosen führen kann. Dann solltest du dein individuelles Risiko mit deinem Frauenarzt besprechen.

